18.04.2018 | Neuigkeiten & Interviews

„Mit leichter Hand“


Die Kinemic GmbH ist Spin-Off aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das Start-up hat sich zum Ziel gesetzt, die Gestensteuerung in der Industrie zu etablieren. Tomt Lenz, Geschäftsführer und Gründer von Kinemic spricht über seinen revolutionären Ansatz, der völlig neue Interaktionsmöglichkeiten erlaubt und die Bedienung bestehender Prozesse vereinfacht.

Dr. Christoph Amma, Fabian Clever, Marcus Georgi und Tomt Lenz von Kinemic.

 

Was ist eure „Erfindung“ und was ist das Neue daran?

Tomt: Wir haben eine neue Interaktionsmethode für industrielle Anwendungen entwickelt, die am Körper getragene Wearables bzw. Smartwatches nutzt. Damit können die Bewegungen des Nutzers erfasst werden. Unsere Software erkennt, ob Gesten oder Texteingaben getätigt werden. Mithilfe der Gestensteuerung können Arbeitsabläufe effizienter gestaltet und Interfaces sozusagen mit leichter Hand bedient werden. Das intuitive Handling der digitalen Geräte ermöglicht den mobilen Einsatz – auch im Außenbereich. Ein Arbeiter kann Informationen per Gestensteuerung abrufen oder eingeben, ohne dass er sein Werkzeug aus der Hand legen oder die Handschuhe ausziehen muss. Unsere Erfindung verbessert den Arbeitsschutz, weitere Vorteile sind Qualitätssteigerung und flexibler Mitarbeitereinsatz.

 

Was war die treibende Kraft hinter eurer Entwicklung?

Tomt: Die Kinemic GmbH entstand aus der Idee heraus, berührungslose Interaktionen mit digitalen Geräten zu ermöglichen – Kommunikation durch Gesten. Als Basis dienten die Forschungsarbeiten am Institut, die wir erstmalig auf der Cebit vorgestellt haben und schon dort ein hervorragendes Medien- und Industrieinteresse erreicht haben. Unsere Technologie wurde bereits mehrfach mit akademischen Preisen und Unternehmensawards ausgezeichnet!

 

Welche Hindernisse musstet ihr auf eurem Weg überwinden?

Tomt: Eines der größten Hindernisse, das wir erfolgreich überwinden konnten, war die Gewinnung der ersten Projektpartner und Kunden. Vor allem zu Beginn unserer Kooperationen haben wir häufig die langen Entscheidungszyklen innerhalb großer Unternehmen unterschätzt.

 

Gab es Momente, in denen ihr ans Aufhören gedacht habt?

Tomt: Nein, also bisher zumindest noch nicht (lacht).

 

Wenn ihr zurückblickt: Was habt ihr bislang gelernt? Könnt ihr anderen Start-ups Tipps geben?

Tomt: Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, gegenüber unseren Partnern selbstbewusst aufzutreten und bereits bei den ersten Kunden einen angemessenen Gegenwert für die eigenen Dienste und Leistungen einzufordern. Und wir haben festgestellt, dass eine frühe Kundenakquise äußerst wichtig ist.

Außerdem: Sowohl während als auch nach der Gründung ist es wichtig, regelmäßig die eigenen Ziele zu visualisieren und nicht aus dem Blick zu verlieren. 

 

Was versprecht ihr euch von der Teilnahme auf der Hannover Messe?

Tomt: Wir möchten die Hannover Messe dazu nutzen, unser Produkt zu präsentieren und neue Projektpartner für unsere Interaktionsmöglichkeiten zu begeistern. Im Sommer bringen wir unser Software Development Kit auf den Markt – hierfür möchten wir Feedback und Pilotkunden gewinnen. Kontakte und die Vernetzung mit anderen Unternehmen sind für uns besonders wertvoll.

Außerdem interessieren wir uns natürlich für die Innovationen und Produkte, die auf der Hannover Messe vorgestellt werden.

 

Gibt es Menschen, die ihr unbedingt treffen wollt? Beispielsweise andere Start-ups, mittelständische Unternehmer, Berater oder Kapitalgeber?

Tomt: Für uns ist allgemein die Kontaktaufnahme mit potenziellen Projektpartnern aus der Industrie sowie Medienvertretern interessant und wichtig. Besonders gespannt bin ich natürlich auf die Stände von unseren Kooperationspartnern wie Elabo und den Telekom Innovation Labs, die schon Prototypen mit unserer Gestensteuerung zeigen wollen.

 

Was sind eure nächsten Ziele?

Tomt: Unser nächstes Ziel ist es, die bestehenden Kundenprojekte erfolgreich abzuschließen. Außerdem wollen wir in den nächsten Monaten unser Software Development Kit veröffentlichen, das als Grundlage für weitere Projekte und Wachstum dienen soll.

 

Vielen Dank! Und schon jetzt viel Erfolg auf der Hannover Messe!

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