12.04.2018 | Neuigkeiten & Interviews

„Brückenbauer für die Zukunft“


FiberBridge Photonics ist als Spin-off aus dem Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) heraus gegründet worden. Treibende Kraft dahinter war und ist Gründer und Wissenschaftler Dr.-Ing. Thomas Theeg. Vom 23. bis 27. April 2018 präsentiert er sein Start-up am EY-Stand auf der Hannover Messe. Im Interview spricht Thomas über die innovative Kraft seines Unternehmens.

Tony Pulzer, Dipl.-Ing. Jürgen Brag, Dr.-Ing. Thomas Theeg, Lena Silies, Christoph Ottenhues von FiberBridge.

 

Welches Produkt bietet FiberBridge Photonics an?

Thomas: FiberBridge Photonics entwickelt, produziert und vertreibt Hightech-Bauteile aus Glasfasern im B2B-Bereich. Diese werden zur flexiblen Steuerung von Licht bzw. Laserlicht eingesetzt und vor allem in Lasersystemen in der Industrie- und Medizintechnik sowie in der Telekommunikation verwendet.

 

Was ist das Besondere an eurer Entwicklung?

Thomas: Unsere Erfindung, die Hightech-Bauteile aus Glasfasern, sind ein Industrie-4.0-Produkt: Wir haben extrem flexible, automatisierte Produktionsprozesse entwickelt und nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung, um ein Höchstmaß an Effizienz und Qualität in der Fertigung am Standort Deutschland zu erreichen. Zum Einsatz kommen unsere Komponenten in den verschiedensten Anwendungen – vom autonomen Fahren bis zu digitalen Produktionsprozessen.

 

Was war die treibende Kraft hinter eurer Entwicklung?

Thomas: Eindeutig Erfindergeist und viel Spaß an Technologie und Unternehmertum.

 

Welche bedeutenden Hindernisse gab es, die ihr überwinden musstet?

Thomas: Die größte Herausforderung bestand in der Suche nach Wagniskapitalgebern für die frühe Entwicklungsphase unserer Technologie. Entscheidend war das Frühphasenfinanzierungsprogramm EXIST-Forschungstransfer, das uns als herausragendes forschungsbasiertes Gründungsvorhaben unterstützt hat: Mit dieser Hilfe konnten wir die Technologie in Richtung Marktreife entwickeln und das Unternehmen FiberBridge Photonics aus dem Laser Zentrum Hannover e.V. heraus gründen. Darüber hinaus hatten wir das Glück, dass uns das LZH die ganze Zeit über als zuverlässiger Partner zur Seite stand.

 

Gab es einen oder mehrere Momente, in denen ihr ans Aufhören gedacht habt?

Thomas: Nein – nie. Es gab gewiss ein paar schwierige Zeiten, aber uns war immer bewusst, dass wir mit unseren Innovationen eine große Marktlücke schließen können. Das hat uns angetrieben, immer weiter zu machen.

 

Wenn ihr zurückblickt: Was habt ihr bislang gelernt? Könnt ihr anderen Start-ups schon Tipps geben?

Thomas: In einem Start-Up wird man jeden Tag mit neuen Herausforderungen konfrontiert und lernt enorm viel in sehr kurzer Zeit. Wir haben festgestellt, dass ein sehr gut funktionierendes Team ein wesentlicher Faktor ist, um diese Herausforderungen zu meistern. Dies sollte man nicht unterschätzen – für uns ist das Team genauso wichtig wie die eigentliche Geschäftsidee.

 

Was versprecht ihr euch von der Teilnahme auf der Hannover Messe?

Thomas: Auf der Hannover Messe sind die wichtigsten Ansprechpartner für unseren Industriesektor vertreten. Wir wollen Kontakte zu Unternehmen knüpfen, die Licht –beliebiger Art – mit Glasfasern lenken und steuern wollen. Der Schwerpunkt von FiberBridge Photonics liegt aber sicher im Bereich der Lichtführung für Lasertechnologie. Da passt es gut, dass sich viele der weltweit agierenden Unternehmen auf der Hannover Messe präsentieren.

 

Wen wollt ihr unbedingt treffen und warum?

Thomas: Andere Start-ups und Mittelständler: Der Austausch bzw. die Zusammenarbeit mit anderen Gründern ist für uns enorm hilfreich. Außerdem hat sich gezeigt, dass in der jetzigen Unternehmensphase die Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen, sehr effizient ist.

 

Was sind eure nächsten Ziele?

Nach dem erfolgreichen Markteintritt in Deutschland und Europa wollen wir mittelfristig mit unseren Produkten nach Asien und in die USA gehen.

 

Vielen Dank! Und schon jetzt viel Erfolg auf der Hannover Messe!