15.03.2017 | Neuigkeiten & Interviews

„Wir können für den Mittelstand viel bewegen“


Hackathons sind so etwas wie ein digitaler Crash-Kurs für Unternehmen. Doch was können sie leisten? Ein Interview mit Dr. Christophe Cauet von Point 8 über schmale Budgets, Maschinen aus Stahl und Daten und den gegenseitigen Blick über die Schulter.

Point-8-Interview

„Eine Anlage besteht nicht nur aus Stahl und Eisen, sondern auch aus Daten. Da setzen wir an.“ Christophe Cauet von Point 8.

Was versprecht ihr euch von der Teilnahme an einem Hackathon?

Christophe: Wir haben uns auf Big-Data-Analysen, Machine-Learning und Simulationen spezialisiert. Damit helfen wir den Unternehmen u. a. dabei, ihre Daten zu strukturieren, mit weniger Parametern auszukommen und die Leistungsfähigkeit ihrer Maschinen zu verbessern. Jeder Hackathon gibt uns die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit zu zeigen, dass unsere Lösungen keine Luftblasen sind, sondern funktionieren

Ist der Hackathon ein gutes Format, um neue Auftraggeber zu gewinnen?

Christophe: Ja und Nein. Im ersten Schritt können wir überzeugen ‒ aber dann scheitert es oft am Budget. Das ist schade und meiner Ansicht nach auch zu kurz gedacht. Denn der langfristige Erfolg einer fundierten Datenanalyse spielt die Kosten mehr als wieder ein. Es lassen sich die Effizienz steigern, Prozesse und Wartungsintervalle optimieren und auch ganz neue Geschäftsmodelle entwickeln. Ich glaube, es gibt immer noch zu wenig Menschen, die sich mit Datenspeicherung und Datenauswertung wirklich auskennen. Der Maschinenbauer muss beispielsweise erkennen, dass eine Anlage nicht nur aus Stahl und Eisen, sondern auch aus Daten besteht. Da setzen wir an.

Was sind die Vorteile für das Start-up – und was die für das Unternehmen?

Christophe: Ich finde das Spannendste an einem Hackathon, dass hier zwei Sichtweisen aufeinandertreffen und sich gegenseitig befruchten. Jeder schaut dem anderen über die Schulter und lernt von ihm. Das Start-up lernt die Unternehmensrealität kennen, der Mittelständler erhält einen Innovationsschub. Voraussetzung dafür ist natürlich gegenseitiges Vertrauen. Wenn das Unternehmen beispielsweise Angst vor Datenklau hat, schlägt sich das sofort in den Ergebnissen wider.

Was ist euer nächstes großes Ziel?

Christophe: Wir wollen wachsen ‒ nicht mit einem Investor, sondern aus eigener Kraft. Ich bin überzeugt, dass wir für den Mittelstand viel bewegen können. Er muss nur mehr Mut haben, neue Dinge auszuprobieren. Dann schafft er auch den Sprung ins digitale Zeitalter. Am liebsten natürlich mit uns!

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