28.02.2017 | Neuigkeiten & Interviews

„Wir haben kistenweise Hardware eingepackt“


Was bringt ein Hackathon dem Start-up ‒ und was dem Unternehmen, das dazu einlädt? Ein Interview mit Dr. Michael Geisinger von Dynamic Components. Zusammen mit seinen Kollegen Dr. Hauke Stähle und Benjamin Wiesmüller hat der Gründer an einem 48-stündigen Hackathon beim schwäbischen Textilmaschinenbauer Brückner teilgenommen.

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Bei einem Hackathon können sie zeigen, was sie können: Benjamin Wiesmüller, Dr. Michael Geisinger und Dr. Hauke Stähle von Dynamic Components.

Wie seid ihr auf den Hackathon aufmerksam geworden?

Michael: Durch ein befreundetes Start-up. Es hat uns erzählt, dass EY dazu einlädt. Das hat uns neugierig gemacht.

Was habt ihr euch von der Teilnahme versprochen?

Michael: Mit unserer SensorLink-Lösung lassen sich schnell neue Maschinen- und Anlagendaten erfassen und damit beispielsweise die Wartungsintervalle optimieren. Der Hackathon hat uns die Möglichkeit gegeben, unser Produkt vorzuführen und zu zeigen, dass es wirklich Optimierungspotenzial freisetzt. Und dann wollten wir auch praktische Erfahrungen sammeln. Beides haben wir geschafft.

Wie habt ihr euch auf den Hackathon vorbereitet?

Michael: Wir haben im Vorfeld die Bedienungsanleitung der Maschine genau studiert und uns noch zusätzliche Informationen von Brückner geholt. Und dann haben wir kistenweise Hardware eingepackt: Sensoren, Kabel, Rechner, Klebeband. Wir haben alles gebraucht!

Welche Vorteile seht ihr für euch und welche für den Mittelständler?

Michael: Wir sammeln praktische Erfahrungen und können unsere Hypothesen anhand von echten Daten überprüfen. Außerdem kommen wir mit potenziellen Kunden zusammen. Der Mittelstand erhält meiner Meinung nach innerhalb von kürzester Zeit wichtiges Know-how für seinen Weg in die digitale Zukunft. Industrie 4.0 und das Internet of Things sind für den langfristigen Erfolg des Mittelstands entscheidend. Aber er hat oft nicht die Ressourcen und das Wissen dafür im Haus. Das bringen wir mit.

Haben die Unternehmen, mit denen ihr zusammenarbeitet, Angst vor Datenklau?

Michael: Das ist ein echtes Problem. In dem Moment, wo die Unternehmen ihre Daten nicht kontrollieren können, haben sie Angst, dass sie gestohlen werden. Beim Hackathon bei Brückner war das allerdings ganz anders. Die haben uns vertraut, was uns die Arbeit sehr erleichtert hat. Ich glaube, dass deshalb auch so viel Interessantes für Brückner herausgesprungen ist.

Was sind eure nächsten großen Ziele?

Michael: Wir möchten unsere Hardware standardisieren und produktionsreif machen. Der Markt dafür ist da. Maschinen müssen immer gewartet werden. Und je besser das geplant werden kann, umso effektiver arbeiten sie.

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