11.04.2018 | Neuigkeiten & Interviews

„Eine neue Dimension von Mobilität“


Das Start-up e2work ermöglicht eine neue Art von Mobilität und präsentiert sich vom 23. bis 27. April 2018 am EY-Stand auf der Hannover Messe. Gründer und CTO Prof. Dr. Helmut Lessing erzählt, wie sich das Unternehmen von seinen Wettbewerbern unterscheidet und welchen Mehrwert es für Mensch und Umwelt bietet.

Louis Schiemann, Alexander Hahn, Florian Wicke, Jonas Labode, Julian Horstmann, Florian Wedekind, Dr. Marc Klages, Mark Zimmermann, Prof. Dr. Helmut Lessing, Marian Schrader, Paul Blechschmidt von e2work.

 

Was bietet e2work seinen Kunden an?

Helmut: Wir ermöglichen kostengünstiges Elektrocarsharing für Unternehmen. Hierfür haben wir ein Cluster-Konzept entwickelt: So können unsere Kunden z.B. bedarfsorientierte Sharing-Pools einrichten oder sie teilen sich die Fahrzeuge und Kosten mit den Mitarbeitern, die diese auch in ihrer Freizeit nutzen möchten.

 

Was ist das Neue an eurer Entwicklung?

Helmut: Wir haben drei innovative Kernprodukte entwickelt: die Buchungsplattform, den DigiKey sowie ein Kostenmodell, das bereits im Vorhinein die Wirtschaftlichkeit garantiert und dem Unternehmen das genaue Einsparpotenzial aufzeigt.

Unser Buchungsportal haben wir für die Nutzung von E-Fahrzeugen und die Verwaltung von Unternehmensflotten optimiert. Sollte ein Kunde noch keine elektrische Fahrzeugflotte besitzen, bieten wir das Sharen von Verbrennern an und ermöglichen so eine sukzessive Erweiterung mit E-Fahrzeugen.

Mit dem herstellerunabhängigen DigiKey können die Fahrzeuge per Smartphone geöffnet werden, eine Schlüsselübergabe wird somit überflüssig.

Last not least unser Kostenmodell: kombiniert mit der Buchungsplattform ist es die Basis für das Flotten Sharing. Alle Kosten werden bereits vor der Anschaffung ermittelt und die Wirtschaftlichkeit wird auch für die Privatnutzung von Mitarbeitern garantiert.

 

Was war die treibende Kraft hinter eurer Entwicklung?

Helmut: Unser Ziel ist es, Elektromobilität erschwinglich zu machen und die Umwelt zu schonen. Zwei Drittel aller Pendler nutzen ihr eigenes Fahrzeug für den Arbeitsweg und etwa 88 Prozent aller Pendlerfahrten sind kürzer als 25 km. Diese Zahlen haben uns dazu bewegt, darüber nachzudenken, wie man Mobilität in Städten neu definieren kann und welche neuen Möglichkeiten Elektromobilität und Carsharing bieten.

 

Was waren auf eurem bisherigen Weg die größten Hindernisse, die ihr überwinden musstet?

Helmut: Zunächst sind uns viele Vorurteile gegenüber Elektromobilität begegnet: zu teuer, zu kompliziert und nicht für Unternehmen geeignet. In den Gesprächen mit unseren Kunden mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten und erklären, dass diese Vorurteile unberechtigt sind. Zusätzlich war es unser Anspruch, herstellerunabhängig zu bleiben und nicht in die Herstellergarantie einzugreifen. Das hat uns am Anfang vor so manche Herausforderung gestellt, da wir unsere Hard- und Software entsprechend anpassen mussten. 

 

Gab es einen Moment, wo ihr ans Aufhören gedacht habt?

Helmut: Nein. Obwohl wir einige große Herausforderungen zu meistern hatten und diese uns viele schlaflose Nächte bereitet haben, war die Motivation immer hoch. In schwierigen Zeiten gab es im Team immer jemanden, der das Ziel vor Augen hatte und die Motivation aufrechterhalten hat.

 

Wenn ihr zurückblickt: Was habt ihr bislang gelernt? Könnt ihr anderen Start-ups schon Tipps geben?

Helmut: Für uns war es immer wichtig, unserer Zielgruppe zuzuhören und diese zu verstehen. Unser Produkt sollte nicht nur cool sein, sondern einen wirklichen Mehrwert bieten und Probleme lösen. Dafür war das Feedback unserer Kunden sehr wichtig und hat uns von einem Konzept mit vielen Ideen zu einer spezifischen Lösung geführt. Unser Tipp also: Hört euren Kunden zu und stellt viele Fragen!

 

Was versprecht ihr euch von der Teilnahme auf der Hannover Messe? 

Helmut: Messen sind für uns die perfekte Möglichkeit, direktes Feedback zu unserer Lösung zu bekommen. Letztendlich benötigen wir Elektromobilitätskonzepte, die sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientieren. Diese Prämisse verfolgen wir auch bei e2work. Wir sind daher immer offen für die Anregungen unserer Kunden. Selbstverständlich ist die Hannover Messe auch eine tolle Gelegenheit, um unser Produkt auf dem Markt zu präsentieren und um auf uns aufmerksam zu machen. Denn noch immer bedarf es viel Aufklärungsarbeit, was das Thema Elektromobilität angeht.

 

Gibt es Menschen, die ihr unbedingt treffen wollt?

Helmut: Natürlich freuen wir uns über jedes Gespräch auf der Messe, ganz gleich, ob es um innerbetriebliches Carsharing, allgemein um das Thema Elektromobilität oder einfach um Interessensaustausch geht. Gern möchten wir mit mittelständischen Unternehmen ins Gespräch kommen, die offen für Innovationen sind. Denn gerade für Firmen, die ihren Mitarbeitern sinnvolle Incentives anbieten möchten, ist das Thema Elektromobilität und Carsharing besonders spannend.

 

Was sind eure nächsten Ziele?

Helmut: Aktuell befinden wir uns in der zweiten Investorenrunde. Danach konzentrieren wir uns zunehmend auf die Serienproduktion unseres digitalen Schlüssels, um mit diesem unsere Sharing-Lösungen weiter zu vermarkten. Vor allem möchten wir zukünftige E-Mobilitätsanbieter in den Städten erreichen und diese bei ihrer Etablierung unterstützen.

 

Vielen Dank! Und schon jetzt viel Erfolg auf der Hannover Messe!

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